Gen
SCN5A
sodium voltage-gated channel alpha subunit 5
- HGNC 10593↗(öffnet sich in einem neuen Tab)
- Ensembl-Gen ENSG00000183873↗(öffnet sich in einem neuen Tab)
- NCBI Gene 6331↗(öffnet sich in einem neuen Tab)
Zusammenfassung
- Zytogenetische Lage
- 3p22.2
- Koordinaten
- Chromosom 3: 38.548.062–38.649.687 (GRCh38)
- Exons
- 28 Exons über 101,6 kb
- Protein
- 2.015 Aminosäuren
- Vererbung
- Autosomal-dominant
- Auch bekannt als
- Nav1.5, LQT3, HB1, HBBD, PFHB1, IVF, HB2, HH1, SSS1, CDCD2, CMPD2, ICCD
- Frühere Symbole
- CMD1E
- MANE-Select-Transkript
- ENST00000423572.7NM_000335.5
- Locus-Typ
- gene with protein product
- Sehr hoch
- Zuversichtlich
- Niedrig
- Sehr niedrig
ReferenzgenomGRCh38hg38
Die Positionen auf den Gen- und Variantenseiten richten sich nach dieser Auswahl, in diesem Browser.
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Meinen Genome Test bestellenKuratierte Berichte zu diesem Gen
Brugada-Syndrom
Eine genetisch heterogene Erkrankung, die durch einen vollständigen oder unvollständigen Rechtsschenkelblock einhergehend mit ST-Hebungen in den Ableitungen V1–V3 gekennzeichnet ist. Es besteht eine hohe Inzidenz ventrikulärer Arrhythmien, die zum plötzlichen Herztod führen können.
- 5 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
- Auf der ACMG-Liste sekundärer Befunde
Was das Wissen verändert
ICD-Implantation, Fiebermanagement, genetische Beratung, Vermeidung von Trigger-Medikamenten
Progressive kardiale Reizleitungsstörung und Sick-Sinus-Syndrom
- Durch SCN5A bedingte HerzrhythmusstörungAutosomal-dominant
Eine Gruppe von Herzrhythmusstörungen, die durch Veränderungen in SCN5A verursacht werden, darunter Reizleitungsstörungen, Sick-Sinus-Syndrom, Brugada-Syndrom, Long-QT-Syndrom Typ 3 und Vorhofflimmern, meist bei strukturell normalem Herzen.
- ClinGen stuft die Verbindung als eindeutig ein
- 6 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
- Auf der ACMG-Liste sekundärer Befunde
Was das Wissen verändert
Das Wissen darum unterstützt EKG-Kontrollen, das Vermeiden bestimmter Medikamente und EKG-Untersuchungen bei Verwandten.
- Progressiver familiärer HerzblockAutosomal-dominant
Eine erbliche Reizleitungsstörung, verursacht durch Veränderungen in Genen wie SCN5A und TRPM4, die zu einem kompletten Herzblock fortschreiten kann und Schwindel, Ohnmacht oder selten den plötzlichen Herztod verursacht.
- 1 GenCC-Einreicher bewertet ihn als eindeutig oder stark
Was das Wissen verändert
Das Wissen darum unterstützt regelmäßige EKG-Kontrollen und eine rechtzeitige Implantation eines Herzschrittmachers.
- Familiäres Sick-Sinus-Syndrom
Eine erbliche Funktionsstörung des natürlichen Herzschrittmachers, verursacht durch Veränderungen in Genen wie HCN4, SCN5A und MYH6, die zu langsamen oder unregelmäßigen Herzrhythmen führt.
- 1 GenCC-Einreicher bewertet ihn als eindeutig oder stark
Was das Wissen verändert
Das Wissen darum unterstützt die Überwachung auf langsame Herzrhythmen und einen Herzschrittmacher, falls Beschwerden auftreten.
Dilatative Kardiomyopathie
Vergrößerung und Schwächung des linken Ventrikels, die nicht durch eine Koronararterien- oder Klappenerkrankung erklärt wird. Erbliche Formen betreffen TTN, LMNA, RBM20, FLNC, BAG3, DSP, MYH7, TNNT2, DES, PLN und viele weitere Gene und umfassen das Barth-Syndrom sowie die Emery-Dreifuss-Muskeldystrophien.
- ClinGen stuft die Verbindung als eindeutig ein
- 4 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
- Auf der ACMG-Liste sekundärer Befunde
Was das Wissen verändert
Die Kenntnis einer genetischen Ursache unterstützt eine frühere Herzkontrolle und die Untersuchung von Familienangehörigen. Bei Genen mit einem hohen Arrhythmierisiko, etwa LMNA, FLNC und RBM20, fließt sie in Entscheidungen zur Rhythmusüberwachung und zu implantierbaren Defibrillatoren ein.
Long-QT-Syndrom
Eine Störung der kardialen Repolarisation, gekennzeichnet durch ein verlängertes QT-Intervall und das Risiko für gefährliche ventrikuläre Arrhythmien wie Torsades de pointes.
- 3 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
- Auf der ACMG-Liste sekundärer Befunde
Was das Wissen verändert
Betablocker, ICD-Implantation, Einschränkung körperlicher Aktivität, humangenetische Beratung
Vererbung
- Autosomal-dominant
- Eine veränderte Kopie von einem der beiden Elternteile reicht aus. Ein Elternteil, das eine solche Kopie hat, gibt sie mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu zwei an jedes Kind weiter.
Aufbau von SCN5A
- Kodierende Sequenz
- Nicht translatierte Region
- Intron
- Transkriptionsrichtung
- Bekannte krankheitsverursachende Stellen
- Abschnitte, die Short Reads schwer erfassen
- Varianten mit Seite
Exons des MANE-Select-Transkripts des Gens (Version v1.5) von NCBI und EMBL-EBI, bezogen auf das Referenzgenom GRCh38.
Chromosomenbanden aus dem UCSC-Ideogramm GRCh38 (2022-10-29).
Benachbarte Gene aus Ensembl-Version 116 auf GRCh38.
Exons machen 8,5 kb der 101,6 kb des Gens aus; 6.048 dieser Basen kodieren für das Protein.
So liest ein Gentest SCN5A
245
Positionen in SCN5A, an denen ClinVar eine Veränderung als pathogen oder wahrscheinlich pathogen einstuft
1 davon (0,4 %) liegt in einem Bereich, den Short Reads schwer erfassen.
- Low mappability (1 Stelle)Regions where 100 bp or 250 bp reads cannot be placed uniquely.
Ein Ganzgenom-Test erfasst alle 101,6 kb von SCN5A, einschließlich der Introns, und nicht nur die 8,5 kb Exons.
Varianten mit Seite (47)
Die SCN5A-Varianten mit Seite hier, zuerst die mit den meisten Review-Sternen. Jede Seite beschreibt den öffentlichen Eintrag von ClinVar zur Variante, niemals ein Ergebnis.
| Variante | HGVS c. | Exon oder Intron | Position (GRCh38) | ClinVar-Klassifikation | Überprüfungsstatus |
|---|---|---|---|---|---|
| A997S | c.2989G>T | Exon 17 | 38.581.170 | Wahrscheinlich pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche |
| A1427S | c.4279G>T | Exon 24 | 38.557.248 | Wahrscheinlich pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche |
| c.611+1G>A | Intron 5 | 38.620.842 | Pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche | |
| c.935-3C>G | Intron 7 | 38.608.217 | Wahrscheinlich pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche | |
| c.1140+1G>A | Intron 9 | 38.606.668 | Pathogen/wahrscheinlich pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche | |
| c.1890G>A | Exon 12 | 38.603.712 | Pathogen/wahrscheinlich pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche | |
| c.4242+1G>C | Intron 23 | 38.560.146 | Pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche | |
| c.4434+5G>A | Intron 25 | 38.556.436 | Wahrscheinlich pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche | |
| D356N | c.1066G>A | Exon 9 | 38.606.743 | Pathogen/wahrscheinlich pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche |
| D1274N | c.3820G>A | Exon 21 | 38.566.426 | Pathogen | ★★★★2 Sterne von 4 Kriterien angegeben, mehrere Einreicher, keine Widersprüche |
Gene mit denselben Erkrankungen
- ABCC9ATP binding cassette subfamily C member 9Teilt 1 Erkrankung
- ACTC1actin alpha cardiac muscle 1Teilt 1 Erkrankung
- BAG3BAG cochaperone 3Teilt 1 Erkrankung
- BAG5BAG cochaperone 5Teilt 1 Erkrankung
- CACNA1Ccalcium voltage-gated channel subunit alpha1 CTeilt 1 Erkrankung
- CALM1calmodulin 1Teilt 1 Erkrankung
- CALM2calmodulin 2Teilt 1 Erkrankung
- CALM3calmodulin 3Teilt 1 Erkrankung
- DESdesminTeilt 1 Erkrankung
- DMDdystrophinTeilt 1 Erkrankung
- DOLKdolichol kinaseTeilt 1 Erkrankung
- EMDemerinTeilt 1 Erkrankung
Mit SCN5A verknüpfte Merkmale
Die Human Phenotype Ontology führt diese als Merkmale der seltenen Erkrankungen auf, die SCN5A verursachen kann. Auf der Seite jedes Merkmals sind die anderen Gene aufgeführt, die damit in Verbindung stehen.
Abnormality of the cardiovascular system
- Prolonged QTc interval
- Torsade de pointes
- Tricuspid regurgitation
- Ventricular flutter
- Ventricular tachycardia
- Abnormal P wave
- Atrial standstill
- Cardiac conduction abnormality
51 weitere Merkmale anzeigen
- Left ventricular systolic dysfunction
- Palpitations
- Reduced left ventricular ejection fraction
- Slow heartbeats
- Stretched and thinned heart muscle
- Ventricular escape rhythm
- Abnormal heart rate
- Abnormality of the heart
- Bundle branch block
- Cardiac failure
- Complete right bundle branch block
- Fainting spell
- Heart block
- Heart stops beating
- Increased circulating troponin T concentration
- Left atrial enlargement
- Left ventricular noncompaction
- Paroxysmal atrial fibrillation
- Permanent atrial fibrillation
- Prolonged PR interval
- Quivering upper heart chambers resulting in irregular heartbeat
- Right ventricular dilatation
- Sick sinus syndrome
- ST segment elevation
- Stroke
- Sudden cardiac death
- Ventricular fibrillation
- Atrial flutter
- Disease of the heart muscle
- Elevated heart rate
- First degree atrioventricular block
- Heart attack
- Ischemic stroke
- Left anterior fascicular block
- Left posterior fascicular block
- Left ventricular hypertrophy
- Mobitz I atrioventricular block
- Paroxysmal ventricular tachycardia
- Supraventricular tachycardia
- Supraventricular tachycardia with an accessory connection mediated pathway
- Extra heart beat
- Left bundle branch block
- Trifascicular block
- Ventricular arrhythmia
- Absent P wave
- Complete heart block with broad QRS complexes
- Interruption of electrical communication between upper and lower chambers of heart
- Premature atrial contractions
- Prolonged QT interval
- Reduced systolic function
- Sinus bradycardia
Externe Links
Gendatensätze
Transkript
Protein
Woher diese Angaben stammen
- HGNC: das Symbol des Gens, sein Name, weitere Symbole und seine Lage.
- MANE Select v1.5, von NCBI und EMBL-EBI: das Transkript, seine Exons und die kodierende Sequenz.
- GenCC und ClinGen, veröffentlicht 2026-10-16: welche Erkrankungen mit dem Gen in Verbindung stehen und wie stark dieser Zusammenhang ist.
- Die ACMG-Liste sekundärer Befunde, SF v3.2.
- ClinVar und die GIAB-Stratifizierungen: bekannte krankheitsverursachende Stellen sowie Regionen, die Kurzlesesequenzierung schwer erfassen kann.
- Human Phenotype Ontology, Version 2026-09-01: die mit dem Gen verknüpften Merkmale. Weitere Informationen unter hpo.jax.org.
- Datenversion 2026.10.16-c6eea6bf.
Diese Seite zitieren
Dante Labs. (o. J.). SCN5A-Gen: sodium voltage-gated channel alpha subunit 5. Abgerufen am 16. Oktober 2026, von https://dantelabs.com/de/genes/scn5a
Dante Labs. SCN5A-Gen: sodium voltage-gated channel alpha subunit 5 [Internet]. [zitiert am 16. Oktober 2026]. Verfügbar unter: https://dantelabs.com/de/genes/scn5a
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