Gen
PLP1
proteolipid protein 1
- HGNC 9086↗(öffnet sich in einem neuen Tab)
- Ensembl-Gen ENSG00000123560↗(öffnet sich in einem neuen Tab)
- NCBI Gene 5354↗(öffnet sich in einem neuen Tab)
Zusammenfassung
- Zytogenetische Lage
- Xq22.2
- Koordinaten
- Chromosom X: 103.776.840–103.792.619 (GRCh38)
- Exons
- 7 Exons über 15,8 kb
- Protein
- 277 Aminosäuren
- Vererbung
- X-chromosomal-rezessiv
- Auch bekannt als
- GPM6C
- Frühere Symbole
- SPG2, PLP
- MANE-Select-Transkript
- ENST00000621218.5NM_000533.5
- Locus-Typ
- gene with protein product
- Sehr hoch
- Zuversichtlich
- Niedrig
- Sehr niedrig
ReferenzgenomGRCh38hg38
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Hereditäre spastische Paraplegie
- Hereditäre spastische Paraplegie 2X-chromosomal-rezessiv
Die spastische Paraplegie Typ 2 (SPG2) ist eine X-chromosomal vererbte Leukodystrophie, die sich vor allem durch ein spastisches Gangbild und autonome Funktionsstörungen äußert. Treten zusätzliche Symptome des zentralen Nervensystems (ZNS) wie kognitive Beeinträchtigungen, Ataxie oder extrapyramidale Zeichen auf, wird das Syndrom als komplizierte bzw. komplexe SPG bezeichnet.
- 2 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
- Hereditäre spastische Paraplegie (alle Typen)
Eines von 66 Genen, die damit verknüpft sind
Sammelbegriff für alle hereditären spastischen Paraplegien, einschließlich SPG4 (SPAST), der häufigsten dominanten Form, sowie SPG5A, SPG6, SPG10, SPG18, SPG30 und SPG31.
- 2 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
Pelizaeus-Merzbacher-Krankheit und hypomyelinisierende Leukodystrophien
- Pelizaeus-Merzbacher-Krankheit (PLP1)X-chromosomal-rezessiv
Veränderungen in PLP1, meist eine Duplikation des gesamten Gens, verursachen bei Jungen Nystagmus, eine verminderte Muskelspannung und eine verzögerte motorische Entwicklung, später folgen Spastik und Ataxie. Weibliche Anlageträgerinnen sind in der Regel nicht oder nur leicht betroffen.
- ClinGen stuft die Verbindung als eindeutig ein
- 5 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
Was das Wissen verändert
Die Diagnose leitet die unterstützende Behandlung und ermöglicht die Anlageträgerdiagnostik bei weiblichen Verwandten.
Übergeordnete Gruppen
Andere erbliche Leukodystrophien
- Leukodystrophie (andere und nicht näher bezeichnete Typen)
Eines von 80 Genen, die damit verknüpft sind
Erbliche Erkrankungen, die das Myelin, die weiße Substanz von Gehirn und Rückenmark, schädigen oder dessen normale Bildung verhindern. Je nach beteiligtem Gen folgen die verschiedenen Typen einem autosomal-rezessiven, autosomal-dominanten oder X-chromosomalen Erbgang.
- ClinGen stuft die Verbindung als eindeutig ein
- 5 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
Was das Wissen verändert
Die Kenntnis der spezifischen genetischen Ursache kann eine diagnostische Suche beenden, die unterstützende Versorgung und Überwachung leiten, zeigen, ob eine spezifische Behandlung existiert, und Tests bei Verwandten ermöglichen.
Vererbung
- X-chromosomal-rezessiv
- Die Veränderung liegt auf dem X-Chromosom. Eine Kopie betrifft daher männliche Personen, die nur ein X-Chromosom haben, während Frauen mit einer Kopie in der Regel Trägerinnen sind. Eine trägerinnende Mutter gibt sie mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu zwei an jedes Kind weiter.
Aufbau von PLP1
- Kodierende Sequenz
- Nicht translatierte Region
- Intron
- Transkriptionsrichtung
- Bekannte krankheitsverursachende Stellen
- Abschnitte, die Short Reads schwer erfassen
Exons des MANE-Select-Transkripts des Gens (Version v1.5) von NCBI und EMBL-EBI, bezogen auf das Referenzgenom GRCh38.
Chromosomenbanden aus dem UCSC-Ideogramm GRCh38 (2022-10-29).
Benachbarte Gene aus Ensembl-Version 116 auf GRCh38.
Exons machen 3 kb der 15,8 kb des Gens aus; 834 dieser Basen kodieren für das Protein.
So liest ein Gentest PLP1
130
Positionen in PLP1, an denen ClinVar eine Veränderung als pathogen oder wahrscheinlich pathogen einstuft
Keine davon liegt in einem Bereich, den Short Reads schwer erfassen.
Ein Ganzgenom-Test erfasst alle 15,8 kb von PLP1, einschließlich der Introns, und nicht nur die 3 kb Exons.
Gene mit denselben Erkrankungen
- ABCD1ATP binding cassette subfamily D member 1Teilt 2 Erkrankungen
- GJC2gap junction protein gamma 2Teilt 2 Erkrankungen
- HSPD1heat shock protein family D (Hsp60) member 1Teilt 2 Erkrankungen
- AARS1alanyl-tRNA synthetase 1Teilt 1 Erkrankung
- AARS2alanyl-tRNA synthetase 2, mitochondrialTeilt 1 Erkrankung
- ABHD16Aabhydrolase domain containing 16A, phospholipaseTeilt 1 Erkrankung
- ACER3alkaline ceramidase 3Teilt 1 Erkrankung
- ADARadenosine deaminase RNA specificTeilt 1 Erkrankung
- AIMP1aminoacyl tRNA synthetase complex interacting multifunctional protein 1Teilt 1 Erkrankung
- AIMP2aminoacyl tRNA synthetase complex interacting multifunctional protein 2Teilt 1 Erkrankung
- ALDH18A1aldehyde dehydrogenase 18 family member A1Teilt 1 Erkrankung
- ALDH3A2aldehyde dehydrogenase 3 family member A2Teilt 1 Erkrankung
Mit PLP1 verknüpfte Merkmale
Die Human Phenotype Ontology führt diese als Merkmale der seltenen Erkrankungen auf, die PLP1 verursachen kann. Auf der Seite jedes Merkmals sind die anderen Gene aufgeführt, die damit in Verbindung stehen.
Abnormality of the nervous system
- Ataxia
- Cerebellar vermis atrophy
- CNS hypomyelination
- Depression
- Generalized brain degeneration
- Generalized dystonia
- Global developmental delay
- Head titubation
67 weitere Merkmale anzeigen
- Inability to walk
- Intellectual disability
- Intention tremor
- Lack of feeling, emotion, interest
- Mental deterioration
- Psychomotor deterioration
- Thin corpus callosum
- Tremor
- Wide based walk
- Writer's cramp
- Abnormal CNS myelination
- Abnormal myelination
- Abnormal pyramidal sign
- Abnormality of peripheral nerve conduction
- Babinski sign
- Cerebral hypomyelination
- Cognitive impairment
- Confluent hyperintensity of cerebral white matter on MRI
- Delayed ability to walk
- Delayed speech and language development
- Demyelinating peripheral neuropathy
- Dystonia
- EEG with abnormally slow frequencies
- Gliosis
- Increased reflexes
- Intellectual disability, mild
- Intellectual disability, severe
- Peripheral demyelination
- Abnormal gait
- Abnormal speech pattern
- Abnormality of extrapyramidal motor function
- Abnormality of somatosensory evoked potentials
- Absent speech development
- Choreoathetosis
- Decreased nerve conduction velocity
- Decreased reflex response
- Delayed ability to sit
- Difficulty articulating speech
- Dystonic gait
- Epilepsy
- Fewer and broader ridges in brain
- Head tremor
- Involuntary writhing movements in fingers, hands, toes, and feet
- IQ between 34 and 49
- Loss of ability to walk
- Reduction of oligodendroglia
- Sudanophilic leukodystrophy
- Titubation
- Abnormal corpus callosum morphology
- Abnormality of the cerebellum
- Damage to nerves that sense feeling
- Decreased vigilance
- Generalized-onset seizure
- Hand apraxia
- Hyperintensity of cerebral white matter on MRI
- Loss of developmental milestones
- Mild global developmental delay
- Moderate global developmental delay
- Neurodevelopmental delay
- Orofacial dyskinesia
- Small cerebellum
- Word-finding difficulty
- Cerebral dysmyelination
- Degeneration of the lateral corticospinal tracts
- Explosive speech
- Lack of coordination of movement
- Spinocerebellar tract degeneration
Abnormality of the musculoskeletal system
- Low muscle tone
- Scoliosis
- Spastic paraplegia
- Involuntary muscle stiffness, contraction, or spasm
- Lower limb amyotrophy
- Lower limb spasticity
- Muscle weakness
- Progressive spastic quadriplegia
11 weitere Merkmale anzeigen
Externe Links
Gendatensätze
Transkript
Protein
Woher diese Angaben stammen
- HGNC: das Symbol des Gens, sein Name, weitere Symbole und seine Lage.
- MANE Select v1.5, von NCBI und EMBL-EBI: das Transkript, seine Exons und die kodierende Sequenz.
- GenCC und ClinGen, veröffentlicht 2026-10-16: welche Erkrankungen mit dem Gen in Verbindung stehen und wie stark dieser Zusammenhang ist.
- Die ACMG-Liste sekundärer Befunde, SF v3.2.
- ClinVar und die GIAB-Stratifizierungen: bekannte krankheitsverursachende Stellen sowie Regionen, die Kurzlesesequenzierung schwer erfassen kann.
- Human Phenotype Ontology, Version 2026-09-01: die mit dem Gen verknüpften Merkmale. Weitere Informationen unter hpo.jax.org.
- Datenversion 2026.10.16-c6eea6bf.
Diese Seite zitieren
Dante Labs. (o. J.). PLP1-Gen: proteolipid protein 1. Abgerufen am 17. Oktober 2026, von https://dantelabs.com/de/genes/plp1
Dante Labs. PLP1-Gen: proteolipid protein 1 [Internet]. [zitiert am 17. Oktober 2026]. Verfügbar unter: https://dantelabs.com/de/genes/plp1
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