Gen
ASS1
argininosuccinate synthase 1
- HGNC 758↗(öffnet sich in einem neuen Tab)
- Ensembl-Gen ENSG00000130707↗(öffnet sich in einem neuen Tab)
- NCBI Gene 445↗(öffnet sich in einem neuen Tab)
Zusammenfassung
- Zytogenetische Lage
- 9q34.11
- Koordinaten
- Chromosom 9: 130.444.961–130.501.274 (GRCh38)
- Exons
- 15 Exons über 56,3 kb
- Protein
- 412 Aminosäuren
- Vererbung
- Autosomal-rezessiv
- Auch bekannt als
- CTLN1
- Frühere Symbole
- ASS
- MANE-Select-Transkript
- ENST00000352480.10NM_054012.4
- Locus-Typ
- gene with protein product
- Sehr hoch
- Zuversichtlich
- Niedrig
- Sehr niedrig
ReferenzgenomGRCh38hg38
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Citrullinämie
- Autosomal-rezessiv
Die Citrullinämie ist eine autosomal-rezessiv vererbte Störung des Harnstoffzyklus und der Ammoniakentgiftung, die durch erhöhte Konzentrationen von Citrullin und Ammoniak im Serum gekennzeichnet ist. Das Krankheitsbild umfasst ein breites Spektrum an Erscheinungsformen: von einer neonatalen hyperammonämischen Enzephalopathie mit Lethargie, Krampfanfällen und Koma über Leberfunktionsstörungen in allen Altersgruppen bis hin zu Phasen einer Hyperammonämie und neuropsychiatrischen Symptomen bei Kindern oder Erwachsenen. In einigen Fällen kann die Erkrankung auch symptomlos verlaufen (und im Rahmen des Neugeborenenscreenings entdeckt werden). Die Citrullinämie wird in zwei Hauptgruppen unterteilt, die auf Mutationen in unterschiedlichen Genen beruhen: die Citrullinämie Typ I (umfasst die akute neonatale Citrullinämie Typ I und die im Erwachsenenalter auftretende Citrullinämie Typ I) und der Citrin-Mangel (umfasst die Citrullinämie Typ II des Erwachsenen und die neonatale intrahepatische Cholestase durch Citrin-Mangel).
- ClinGen stuft die Verbindung als eindeutig ein
- 6 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
Harnstoffzyklusstörung
Eine angeborene genetische Stoffwechselstörung, die durch den Mangel an einem der für den Harnstoffzyklus erforderlichen Enzyme gekennzeichnet ist. Sie führt zu einer Anreicherung von Ammoniak im Körper.
- ClinGen stuft die Verbindung als eindeutig ein
- 6 GenCC-Einreicher bewerten ihn als eindeutig oder stark
Was das Wissen verändert
Stickstoff-Scavenger-Therapie (Natriumbenzoat, Glycerolphenylbutyrat/Ravicti); proteinreduzierte Diät mit Supplementierung essenzieller Aminosäuren; Notfallprotokolle bei Hyperammonämie; Lebertransplantation (kurativ); Studien zu mRNA-Therapien bei OTC-Mangel; Carglumsäure bei NAGS-Mangel
Vererbung
- Autosomal-rezessiv
- Es braucht eine veränderte Kopie von jedem Elternteil. Mit nur einer sind Sie Träger und in der Regel nicht betroffen. Sind beide Elternteile Träger, besteht für jedes Kind eine Chance von eins zu vier, beide Kopien zu erben.
Aufbau von ASS1
- Kodierende Sequenz
- Nicht translatierte Region
- Intron
- Transkriptionsrichtung
- Bekannte krankheitsverursachende Stellen
- Abschnitte, die Short Reads schwer erfassen
Exons des MANE-Select-Transkripts des Gens (Version v1.5) von NCBI und EMBL-EBI, bezogen auf das Referenzgenom GRCh38.
Chromosomenbanden aus dem UCSC-Ideogramm GRCh38 (2022-10-29).
Benachbarte Gene aus Ensembl-Version 116 auf GRCh38.
Exons machen 1,5 kb der 56,3 kb des Gens aus; 1.239 dieser Basen kodieren für das Protein.
So liest ein Gentest ASS1
197
Positionen in ASS1, an denen ClinVar eine Veränderung als pathogen oder wahrscheinlich pathogen einstuft
Keine davon liegt in einem Bereich, den Short Reads schwer erfassen.
Ein Ganzgenom-Test erfasst alle 56,3 kb von ASS1, einschließlich der Introns, und nicht nur die 1,5 kb Exons.
Gene mit denselben Erkrankungen
- SLC25A13solute carrier family 25 member 13Teilt 2 Erkrankungen
- ARG1arginase 1Teilt 1 Erkrankung
- ASLargininosuccinate lyaseTeilt 1 Erkrankung
- CA5Acarbonic anhydrase 5ATeilt 1 Erkrankung
- CPS1carbamoyl-phosphate synthase 1Teilt 1 Erkrankung
- GLUD1glutamate dehydrogenase 1Teilt 1 Erkrankung
- MCCC1methylcrotonyl-CoA carboxylase subunit 1Teilt 1 Erkrankung
- NAGSN-acetylglutamate synthaseTeilt 1 Erkrankung
- OTCornithine transcarbamylaseTeilt 1 Erkrankung
- SLC25A15solute carrier family 25 member 15Teilt 1 Erkrankung
Mit ASS1 verknüpfte Merkmale
Die Human Phenotype Ontology führt diese als Merkmale der seltenen Erkrankungen auf, die ASS1 verursachen kann. Auf der Seite jedes Merkmals sind die anderen Gene aufgeführt, die damit in Verbindung stehen.
Laboratory abnormality
- Elevated circulating citrulline concentration
- High plasma glutamine
- High urine orotic acid levels
- Reduced tissue argininosuccinate synthetase activity
- Brain swelling
- Episodic ammonia intoxication
- High blood ammonia levels
- Low blood arginine levels
1 weiteres Merkmal anzeigen
Externe Links
Gendatensätze
Transkript
Protein
Woher diese Angaben stammen
- HGNC: das Symbol des Gens, sein Name, weitere Symbole und seine Lage.
- MANE Select v1.5, von NCBI und EMBL-EBI: das Transkript, seine Exons und die kodierende Sequenz.
- GenCC und ClinGen, veröffentlicht 2026-10-16: welche Erkrankungen mit dem Gen in Verbindung stehen und wie stark dieser Zusammenhang ist.
- Die ACMG-Liste sekundärer Befunde, SF v3.2.
- ClinVar und die GIAB-Stratifizierungen: bekannte krankheitsverursachende Stellen sowie Regionen, die Kurzlesesequenzierung schwer erfassen kann.
- Human Phenotype Ontology, Version 2026-09-01: die mit dem Gen verknüpften Merkmale. Weitere Informationen unter hpo.jax.org.
- Datenversion 2026.10.16-c6eea6bf.
Diese Seite zitieren
Dante Labs. (o. J.). ASS1-Gen: argininosuccinate synthase 1. Abgerufen am 17. Oktober 2026, von https://dantelabs.com/de/genes/ass1
Dante Labs. ASS1-Gen: argininosuccinate synthase 1 [Internet]. [zitiert am 17. Oktober 2026]. Verfügbar unter: https://dantelabs.com/de/genes/ass1
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